Der Apfel

Hmmm, läuft einem das nicht sofort das Wasser im Munde zusammen,
wenn man im Herbst die leckeren Äpfel am Baume hängen sieht,
oder herrlich duftende Äpfel in der Obstabteilung zum Kaufe locken?

Es gibt sie in vielen Farben: von giftgrün über goldgelb zu knallrot!
Sie schmecken mal sauer, mal süß und sind mal mehr, mal weniger saftig.

Für jede/n ist was dabei.

Und das Wunderbare ist, sie schmecken nicht nur gut, sie sind auch Heilmittel.
Am Spruch: "An apple a day keeps the doctor away!" ist tatsächlich viel Wahres dran, denn:

  • Schon ein Apfel vor dem Schlafengehen soll Schlafstörungen lindern
    und ein Apfel am Morgen kann beim Wachwerden helfen.
  • Sie sind reich an den Vitaminen (A, B und C)
  • Ballaststoffe, besonders Pektin, machen die Äpfel nicht nur knackig,
    sondern wirken positiv auf Blutzucker- und Cholesterinspiegel,
    schützen den Darm vor Erkrankungen und sorgen für eine lang anhaltende Sättigung.
  • Äpfel beinhalten organischen Säuren (Dextrose, Pektine, Wachs, Salizylsäure, Gerbsäure), ebenso Spurenelementen (Eisen, Kupfer, Mangan) und die Mineralstoffe (Kalium, Natrium und Kalzium)
  • Und das Wunderbare: Äpfel sind kalorienarm!
  • Manche Ärzte sind der Meinung, dass zwei Äpfel pro Tag den Herzinfarkt aufhalten, da sie Cholesterin abbauen und Vitamin E enthalten.
  • Kurz angebratene Äpfel mit etwas Honig vermischt helfen bei Heiserkeit.
  • Äpfel wirken blutreinigend. Deshalb gut bei Hautkrankheiten, Fettleibigkeit, Rheuma, Gicht, Leber- und Nierenkrankheiten.
  • Und: Äpfel regulieren die Verdauung.
    Je nach Art der der Zubereitung: gerieben wirken sie stopfend und helfen bei Durchfall. Bei Verstopfung werden sie ganz gegessen. Und gekochte Äpfel können stark abführend wirken.
  • Also: Ran an den Apfel!!!
  • Aber: bitte mit Schale essen, denn die Schale enthält gegenüber dem Fruchtfleisch
    den größten Teil an Vitamin C.



Fingerspiel: Der Apfelbaum

 

Das ist der Apfelbaum, und das sind seine Äste.
Linken Ellbogen aufstützen, Finger spreizen

An jedem Ast hängen viele Äpfel dran,
und weil es Herbst geworden ist, da fängt der Wind zu blasen an.
Kinder pusten auf das „Bäumchen“

Er reißt sie runter, groß und klein,
Ich sammle sie rasch in mein Körbchen ein.
Mit einer Hand ein Körbchen formen, mit der anderen die Äpfel einsammeln.

Schnell trag ich sie nach Haus
und backe mit Mutti einen Kuchen daraus! Hmmm...
Mit einer Hand Kreisbewegungen auf em Bauch machen)




Rezept: Leckere Apfelcreme

 

Diese Apfelcreme ist sehr einfach und schnell in der Zubereitung.
Deshalb ein ideales Kinderrezept!

Zutaten:

  • 250 g Quark
  • 2 Äpfel
  • 2 reife Bananen
  • Traubenzucker
  • Zitronensaft


Zubereitung:

Die Äpfel reiben und die Bananen mit einer Gabel zerdrücken.
Quark zugeben und alles gut mischen.
Je nach Geschmack mit Zitronensaft und Traubenzucker abschmecken.




Gedicht: Vom schlafenden Apfel


Im Baum, im grünen Bettchen,
Hoch oben sich ein Apfel wiegt,
Der hat so rote Bäckchen,
Man sieht, dass er im Schlafe liegt.

Ein Kind steht unterm Baume,
Das schaut und schaut und ruft hinauf:
"Ach, Apfel, komm herunter!
Hör endlich doch mit Schlafen auf!"

Es hat ihn so gebeten,-
Glaubt ihr, er wäre aufgewacht?
Er rührt sich nicht im Bette,
Sieht aus, als ob im Schlaf er lacht.

Da kommt die liebe Sonne
Am Himmel hoch daherspaziert.
"Ach Sonne, liebe Sonne,
Mach du, daß sich der Apfel rührt!"

Die Sonne spricht: "Warum nicht?"
Und wirft ihm Strahlen ins Gesicht,
Küßt ihn dazu so freundlich;
Der Apfel aber rührt sich nicht.

Nun schau! Da kommt ein Vogel
Und setzt sich auf den Baum hinauf.
"Ei, Vogel, du mußt singen,
Gewiß, gewiß, das weckt ihn auf!"

Der Vogel wetzt den Schnabel
Und singt ein Lied so wundernett.
Und singt aus voller Kehle;
Der Apfel rührt sich nicht im Bett.

Und wer kam nun gegangen?
Es war der Wind, den kenn ich schon,
Der küßt nicht und der singt nicht,
Der pfeift aus einem andern Ton.

Er stemmt in beide Seiten
Die Arme, bläst die Backen auf
Und bläst und bläst; und richtig,
Der Apfel wacht erschrocken auf.

Und springt vom Baum herunter
Grad in die Schürze von dem Kind;
Das hebt ihn auf und freut sich
Und ruft: "Ich danke schön, Herr Wind!"

Reinick, Robert (1805-1852)




Vorschularbeit: Apfellabyrinth

So ein leckerer Apfel!!!

Aber es ist gar nicht so einfach an ihn ran zu kommen.

Wer kann der Raupe den Weg durch das Labyrinth zum Apfel zeigen?

Labyrinth




Märchen: Der verzauberte Apfelbaum


Es war einmal eine alte Frau, die hieß Elend.
Sie besaß nichts als einen Apfelbaum, und auch dieser Apfelbaum
machte ihr mehr Kummer als Freude. Wenn die Äpfel reif waren..,

kamen die Lausbuben aus dem Dorf und stahlen sie vom Baum
Das ging so Jahr um Jahr, als eines Tages ein alter Mann mit
einem langen weißen Bart an Elends Tür klopfte. "Liebe Frau", bat er,
"gib mir ein Stück Brot."
"Du bist auch eine armselige Kreatur", sagte Elend, die immer großes
Mitleid mit anderen Menschen hatte, obwohl sie selbst nichts besaß.
"Hier ist ein halber Laib, nimm ihn; mehr habe ich nicht,
lass ihn dir schmecken, ich hoffe, er stärkt dich ein wenig."
"Weil du so gütig bist, hast du einen Wunsch frei", sagte der alte Mann.
"Ach", seufzte die alte Frau, "ich habe nur einen einzigen Wunsch!
Jeder, der meinen Apfelbaum anrührt, soll daran kleben bleiben,
bis ich ihn erlöse.
Es ist einfach unerträglich, dass mir immer alle Äpfel gestohlen werden."
"Dein Wunsch wird in Erfüllung gehen", sagte der alte Mann und
ging seines Wegs.
Zwei Tage später ging Elend hin, um nach ihrem Baum zu sehen;
an seinen Ästen hingen und klebten zahllose Kinder, Dienstboten
und Mütter, die gekommen waren, um ihre Kinder zu retten, Väter,
die versucht hatten, ihre Frauen zu retten, zwei Papageien,
die aus ihrem Käfig entflogen waren, ein Hahn, eine Gans, eine Eule,
verschiedene andere Vögel und auch eine Ziege.
Bei diesem erstaunlichen Anblick brach Elend in lautes Gelächter aus
und rieb sich vor Freude die Hände.
Sie ließ sie alle noch ein Weilchen dort hängen, bevor sie sie schließlich
befreite. Die Diebe hatten ihre Lektion gelernt und stahlen nie wieder
Äpfel von ihrem Baum.
Einige Zeit war vergangen, da klopfte es eines Tages wieder an der
Tür der alten Frau.
"Herein", rief sie."Was glaubst du, wer ich bin", sagte eine Stimme.
"Ich bin der Gevatter Tod. Hör zu, Mütterchen", fuhr er fort,
"du und dein alter Hund, ihr habt lange genug gelebt; ich bin gekommen,
um euch beide zu holen."
"Du bist allmächtig", sagte Elend, "ich werde mich deinem Willen
nicht widersetzen.
Aber erlaube mir noch einen Wunsch, bevor ich meine Sachen packe.
An dem Baum dort drüben wachsen die wunderbarsten Äpfel,
die du je gekostet hast.
Wäre es nicht ein Jammer, wenn du gehen würdest, ohne einen
einzigen Apfel zu pflücken?"
"Weil du mich so freundlich bittest, werde ich mir einen holen",
sagte der Tod, und das Wasser lief ihm im Mund zusammen,
als er zu dem Baum ging.
Er kletterte in die höchsten Zweige des Baumes, um einen großen
rosigen Apfel zu pflücken, doch kaum hatte er ihn berührt,
blieb er mit seiner langen knochigen Hand an dem Baum kleben.
So sehr er sich auch bemühte, er konnte sich nicht wieder losreißen.
"So, du alter Tyrann, da hängst du jetzt und bist außer Gefecht", sagte Elend.
Weil aber der Tod an dem Baum hing, starb niemand mehr.
Fiel einer ins Wasser, ertrank er nicht; wurde jemand von einem
Wagen überrollt, spürte er es gar nicht; die Leute starben nicht einmal mehr,
wenn man ihnen den Kopf abschlug.
Nachdem der Tod, im Winter wie im Sommer und bei jedem Wetter,
zehn lange Jahre an dem Baum gehangen hatte, bekam die alte Frau
Mitleid mit ihm und erlaubte ihm herunterzukommen -
unter der Bedingung, dass sie so lange leben durfte, wie sie wollte.
Gevatter Tod ging auf den Handel ein, und das ist der Grund,
weshalb die Menschen länger leben als die Spatzen und weshalb es
immer Elend auf der Welt gibt und wohl auch bis in alle Ewigkeiten geben wird.

Märchen aus Flandern




Fingerspiel: Wer kann den Apfel tragen

 

Finger stehen hier und fragen:
"Wer kann denn diesen Apfel tragen?"
Der erste Finger kann es nicht,
der Zweite sagt: "Zuviel Gewicht!"
Der Dritte kann ihn auch nicht heben,
der Vierte schafft das nie im Leben.
Der Fünfte aber spricht: "Ganz allein, so geht das nicht!"
Gemeinsam heben kurz darauf
fünf Finger diesen Apfel auf.




Gedicht: Eine schöne Bescherung


Drei Äpfel hat die Mutter,
doch Kinder hat sie vier.
Sie soll die Äpfel teilen.
Sagt wie gelingt es ihr?

Die Mutter hat vier Kinder,
und Äpfel sind’s nur drei?
Da kocht die kluge Mutter
schnell einen Apfelbrei!




Schmeckt an kalten und an warmen Tagen: Fruchtbowle


Zutaten:
2 Liter Apfelsaft
1.5 Liter Wasser
1 gr. Dose Früchte (eventl. Fruchtcocktail)
2 Beutel Tee (Früchtetee)

Zubereitung:
Wasser zum Kochen bringen und Teebeuteln ziehen lassen.
Nach etwa 10 Minuten Teebeutel entfernen und abkühlen lassen.
Apfelsaft zugießen
Dosenfrüchte klein schneiden und mit dem Saft hinzugeben.
Im Kühlschrank ca. 2-3 Stunden gut kühlen.




Geschichte: Der letzte Apfel

Sven und Antje spielen im Garten. Sie haben ihren großen Ball dabei und werfen ihn hin und her. Erst wirft Sven und Antje fängt ihn auf - dann wirft Antje und Sven fängt ihn. Da! Sven hat nicht aufgepasst. Der Ball kullert den Weg hinunter und bleibt unter dem Apfelbaum liegen.
"Schau, ruft Antje, ein Apfel hängt noch dran. Den möcht ich haben!"
"Und dazu noch so ein schöner", sagt Sven.
Beide stellen sich auf die Zehenspitzen. Aber der Ast mit dem Apfel ist zu hoch.
Sven versucht, den Apfelbaum zu schütteln. Doch er bewegt sich nicht. Sven hat nicht genug Kraft.
Antje schleppt eine Kiste heran und steigt darauf. Aber sie ist immer noch zu klein. Traurig stehen die Kinder da.
Was nun? Meint Antje?
Ich weiß was. Wir brauchen einen Stock, vielleicht geht es dann, antwortet Sven.
Sie schauen sich um, richtig, am Zaun liegt ein trockener Ast. Sven holt ihn. Er reckt sich auf die Zehen. Hurra, jetzt erreicht er den Apfel. Antje hält die Schürze auf. Der Apfel fällt hinein. "wir teilen uns den Apfel", schlägt sie vor.
Sie laufen in die Küche. Mutter schneidet ihn durch.
Und vergnügt ziehen Sven und Antje mit je einer Hälfte ab.